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WAS ES HEISST,
EIN MENSCH ZU SEIN

Unter diesem Titel seit 1985 ungebrochen aktuelles Standardwerk von Thomas Zacharias zum Thema Selbstfindung und Lebensqualität für jedermann.
Ein Geschenk von Mensch zu Mensch.
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ERFOLG IM SPORT
Die Freude am Sport hängt von Erfolgsgefühlen ab. Nicht vom Siegen über andere, sondern vom eigenen Gelingen. Im Kopf fallen die Entscheidungen.

Golfsport, Leichtathletik.
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POLITIK UND GESELLSCHAFT

Weltpolitik und moderne Gesellschaft aus dem etwas anderen Blickwinkel eines distanzierten Aussteigers vor dem Fernseher... .
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Thomas ZACHARIAS
DREI KOMPLEXE SIND NORMAL
Die für jeden Menschen wichtigsten Erkenntnisse der Tiefen-Psychosomatik

zacharias komplexe drei komplexe sind normal
 

 

 

 

 

 

 

Dies ist ein Buch
gegen die seelischen Ursachen von

UNGLÜCK und LIEBLOSIGKEIT,
SUCHT und KRANKHEIT,
GEWALT und UMWELTZERSTÖRUNG,
MACHTGIER und UNTERTÄNIGKEIT,
VERBRECHEN und KRIEG,
OBERFLÄCHLICHKEIT und UNEINSICHTIGKEIT

und über die Hoffnungen und Möglichkeiten,
all das einmal aus der Welt zu schaffen.

Der Grundgedanke:

Jeder zivilisierte Mensch hat 3 Komplexe.
Das sind ganz normale
Störungen der Persönlichkeit, aber
sie machen ihn mehr oder weniger unfähig,
in Glück, Liebe, Frieden und Gesundheit
zu leben.
Und so prägen sie auch
das gesellschaftliche Geschehen.

Komplexe sind nicht angeboren und
auch nicht eigentlich anerzogen.
Sie entstehen bei der Erziehung,
als unbeabsichtigte Nebenwirkungen.


Wie kommt es dazu?
Warum merkt keiner etwas davon?
Welcher Schaden entsteht -
für den Einzelnen und für die Gemeinschaft?


Und was kann man dagegen tun?

ISBN: 3-921911-04-4

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

Einleitung

Tiefenpsychologie und Verantwortung

1. Kapitel
Die natürliche Entwicklung

2. Kapitel
Die Störungen der natürlichen Entwicklung
Aufbauphase (Verkümmerung)
Selbstbehauptungsphase (Unterdrückung)
Liebesphase (Beschämung)
Verstandesphase (Versteifung)

Zusammenfassung

3. Kapitel
Seele und Körper

4. Kapitel
Auswirkungen der Komplexe in verschiedenen Lebensbereichen
A Partnerschaft - Kampf der Geschlechter
B Erziehung — Kampf der Generationen
C Gesellschaft — Kampf der Klassen
D Politik - Kampf der Systeme
E Religion - Kampf um Gott

5. Kapitel
Ein ausführlicher Überblick (Schema)

6. Kapitel
Was kann und muß getan werden
A Politik
B Wirtschaft und Umwelt
C Medizin
D Erziehung
E Religion
F Bewusstsein

Anhang

Einleitung

Die Tiefenpsychologie beruht auf der Entdeckung, daß dem normalen Menschen ein Großteil seines Seelenlebens nicht bewußt wird, und daß dies eine Störung ist.

Die Psychosomatik beruht auf der Entdeckung, daß Seele und Körper untrennbar zusammenwirken.

Tiefenpsychosomatik - so schlage ich vor - sollte deshalb die Lehre heißen, die dem Menschen dazu verhilft, sein Unterbewußtsein bewußt zu machen und dadurch körperlich-seelische Gesundheit zu erlangen.

Der heutige Erkenntnisstand auf diesem Gebiet ist längst so weit fortgeschritten, daß es nicht mehr nur darum geht, weiter zu forschen und zu diskutieren, sondern zu handeln, d. h. dem Einzelnen und der Ge­meinschaft dieses Wissen nahezubringen und zur Verfügung zu stellen.

Die grundlegenden Erkenntnisse der Tiefenpsychosomatik zu verstehen erfordert nämlich nicht mehr Intelligenz oder Bildung als das Skatspielen oder das Führen eines Haushaltes. Wenn sie trotzdem nicht einmal den Fachleuten ganz geläufig sind, dann nicht nur, weil es noch kein Lehrbuch gibt, in welchem alles so klar und einfach dargestellt würde wie es ist, sondern auch weil zu ihrem Verständnis die Bereitschaft zur Selbsterkenntnis erforderlich ist. Und die schmerzt und macht Angst. Die entschiedensten Gegner der Tiefenpsychosomatik und die wildesten Befürworter der Oberflächen-Psychologie und der Symptom-Medizin zeigen denn auch durchweg den größten Mangel an Bescheidenheit und Selbstkritik.

Selbsterkenntnis erfordert als erstes das Bekenntnis, daß man sich selbst noch gar nicht richtig kennt, daß Teile des eigenen Selbst für das Bewußtsein noch im Dunkeln liegen, und daß es darum geht, dieses Dun­kel zu erhellen. Ohne die Oberflächlichkeit zu unterwinden, kann man kein tiefes Verständnis des menschlichen Innenlebens erreichen. Und dann bleibt einem auch das Mit- und Gegeneinander zwischen den Menschen und zwischen Mensch und Natur unerklärlich.

Warum schmerzt und beängstigt Selbsterkenntnis? Was droht?

Das eigene Selbstbild ist zumindest zum Teil künstlich und irrig. Das schonungslose Spiegelbild könnte einen als weniger schön und klug und liebenswert oder gar als mißraten, schlecht, dumm und böse ent­larven, das eigene Streben als Irren, das Leben als sinnlos, das Glück und die Liebe als Illusionen, die eigenen Ansichten und Überzeugungen als Unfug, vermeintliches Recht als Trugschluß. Wenn man die ganze Persönlichkeit mit ihrem beschränkten (Ich-)Bewußtsein verwechselt, ist Selbsterkenntnis beinahe eine Art Selbstmord. Wer sich gegen die Tiefenpsychosomatik sträubt, wer in Diskussionen darüber ängstlich oder wütend wird und dabei stur auf seine alten Standpunkte pocht, anstatt gemütlich zu prüfen, was er da Neues lernen kann, der ist auf der Flucht vor Selbsterkenntnis, auf der Flucht davor, sein eigenes Innerstes kennenzulernen.

Woher kommt diese Angst, es könnte fürchterlich werden?

Sie kommt aus diesem Innersten. Ist das Innerste so fürchterlich? Teilweise ja. Aber noch fürchterlicher ist das oberflächliche Leben auf der Flucht davor. Und tragisch ist, daß dann im Innersten auch die wahren Werte des Lebens verkommen. Deshalb ist Selbsterkenntnis auch eine Art Neugeburt!

Tabelle S.70/71 – 3 Komplexe sind normal, Synopse

zacharias drei komplexe sind normal synopse schaubild

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Leseprobe S85-89


6F Bewußtsein

Der sadomasochistische kann auch Schuld-Komplex genannt werden. Schuld bedeutet Verantwortung + Strafe:

Als Kind macht der Normale die Erfahrung, daß er für das, was er tut, bestraft werden kann. Aus Furcht vor Strafen gewöhnt er sich daher an, die Verant­wortung für das, was er tut oder getan oder geschehen lassen hat, zu leugnen und zu verdrängen.

Mit jeder verdrängten Verantwortlichkeit steigt seine Furcht davor, bestraft zu werden, und so sammelt er im Unterbewußtsein eine Unmenge Schuldgefühle.

Im Bewußtsein machen sich die Schuldgefühle als Angst bemerkbar. Sie steigt auf, wann immer die Erkenntnis droht, er könnte irgend etwas falsch gemacht haben. Und aus dieser Angst heraus wehrt er sich gegen jede noch so harmlose, freundliche Kritik, jeden Vorschlag, sich selbst mal etwas kritischer zu betrachten, so als ob ihm, wie damals als Kind, Strafe drohte.

In seiner Bedrohtheit kann er sogar äußerst unsympathisch und aggressiv werden, unsachlich und unlogisch argumentieren oder gänzlich verblenden. Manche Menschen sind durch treffende Kritik reiz­bar bis zu Gewalttätigkeit und Mord. Sie werden ängstlich, wütend, ungerecht oder brutal, weil man ihnen vorhält, sie seien ängstlich, wütend, ungerecht oder brutal.

Wie schlimm dieser Mechanismus auch ausgeprägt ist, und wenn er nur zu Desinteresse und Apathie führt, zu scheinbarem, geheucheltem Einsehen oder zu endlosen Selbstverteidigungs-Plädoyers und Grundsatzdebatten; solange er in einem Menschen besteht, ist dieser für jede Art von Veränderung an ihm oder an seiner Umwelt, seinen Lebensbedingungen, unzugänglich.

Überwindet er diesen Mechanismus aber, dann merkt er mehr und mehr, wie weit er tatsächlich selbst für sein Leben verantwortlich ist, dafür, wie er es in seinen verschiedenen Bereichen in sich selbst empfindet und durch sich selbst beeinflußt. Und er erkennt, daß es ganz bei ihm liegt, sein Leben so zu leben und zu gestalten, wie er es von Natur aus wirklich braucht. Das aber zu ergründen und zu verwirklichen, erfordert die Befreiung von seinen Komplexen, von seinen (sagen wir es hier einmal schonungslos) neurotischen Bedürfnissen und Antrieben. Innerlich muß er frei werden, dann sieht er, daß er dazu äußerlich schon immer die Freiheit hatte. Diese Befreiung ist aus individueller und gesellschaftlicher Sicht unbedingt sinnvoll, auch wenn es dem sozialkritisch denkenden Menschen zunächst als egoistische Abkehr von den doch so dringenden materiellen, politischen und ökologischen Proble­men und Aufgaben erscheinen mag. Aber: Die Befreiung vom depressiven Komplex macht den Menschen innerlich glücklicher und damit immer weniger abhängig vom Konsum. So hört er auf, mehr Waren als nötig zu verbrauchen und damit Industrie und Umweltbelastung zu fördern. Und er braucht weniger Geld, also weniger Arbeit, und entlastet damit den Arbeitsmarkt. Ferner erzieht er seine Kinder zu glücklichen Menschen, die erst gar nicht von der industriellen Produktivität oder sonstigen Drogen abhängig werden. Die Befreiung vom sadomasochistischen Komplex macht den Menschen friedfertig. Wer nicht mehr kämpfen mag, geht vielleicht der Friedensbewegung verloren. Aber wenn sie das beweint, daß ein Mensch inneren Frieden gefunden hat, dann hat sie wohl nicht ganz begriffen, wofür sie eigentlich kämpft.

Wer nicht kämpft, fordert die Gegenkräfte auch nicht heraus. Seine Friedfertigkeit schadet also auch nicht dem Tempo irgendeiner fortschrittlichen Be­wegung.

Ferner erzieht er seine Kinder zu friedfertigen Menschen, die es leicht als unvernünftig erkennen, für das Gute in den Kampf zu ziehen. Die Befreiung vom hysterischen Komplex macht den Menschen wieder liebevoll. All seine Energien werden positiv, wenn er Menschen und Tiere, Pflanzen und Steine, Wasser und Luft aus ganzem Herzen zu lieben beginnt.

Mit seiner Liebe gibt er anderen, wonach sie sich sehnen und erhält es von vielen Seiten vielfach zurück. Aus Liebe ergeht Verständnis, mit dem er seinen Nächsten helfen kann, zu sich selbst zu finden und die eigene Friedens-, Glücks- und Liebesfähig­keit zu entdecken, zu befreien und zu entwickeln. Ferner wird er nicht mehr zufällig oder ungewollt Kinder in die Welt setzen. Seine Kinder werden erwünscht und geliebt sein, und er wird ihre Liebe nicht mit Scham, Unsicherheit oder schroffer Zurückweisung beschämen und in Haß umwandeln, noch sie triebhaft oder impotent machen. Und so werden Er und Sie und ihre Kinder seelisch und körperlich gesund leben und den ausufernden Krankenpflege-Apparat unserer Zeit weitaus weniger als normal in Anspruch nehmen, also zum Schrumpfen bringen.

Ein komplexfreier Mensch macht sicherlich auch ab und zu mal einen Denkfehler, aber dieser wird nie­mals erwähnenswerten Schaden zur Folge haben, weil nicht das Denken allein, sondern die emotionalen Antriebe das Handeln bestimmen. Und ohne Komplexe sind alle Emotionen unschädlich und somit alle Denkfehler harmlos.

Mit Sicherheit wird der komplexfreie Mensch seinen Kindern nicht den Kopf mit seinen Gedanken vollstopfen, sie nicht mit Vorurteilen verdummen, sondern sie ihren eigenen Erkenntnisweg gehen lassen, damit sie sich aus ihren eigenen Erfahrungen heraus über alles ihre komplexfreien Urteile bilden können. Und dabei wird er wahrscheinlich weit mehr von ihnen zu lernen haben, als sie von ihm. Komplexfrei verweigert sich der Mensch aber nicht nur dem normalen destruktiven Leben, sondern er entwickelt seine natürlichen Potentiale, um kon­struktiv an der Gestaltung einer menschlicheren Welt mitzuwirken.

Effektivere Mittel, der drohenden Weltkatastrophe entgegenzuwirken, als Komplexe abzubauen, gibt es also nicht.

Wer das nicht einsehen will, der gehorcht nur unbewußt seinem komplexbedingten Kampfgeist. Alles will er ändern, nur nicht sich selbst. Alle sollen sich ändern, er selbst aber will und kann es nicht.


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