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VORWORT
Lieber Leser.
Der richtige Golfschlag, ob kurz hoch flach oder lang, gehört eigentlich zu den einfacheren sportlichen Bewegungen, vergleichbar mit dem Aufschlag beim Tennis, dem Torschuss bei Fußball oder Hockey. Beinahe wie der gekonnte Umgang mit Axt und Teppichklopfer.
Disziplinen wie Diskus- und Speerwurf, Hoch- oder Stabhochsprung, Reckturnen und Trampolinspringen, oder gar Spiele wie Radball und Pferdepolo sind bei vergleichbar fehlerfreier Ausübung weitaus schwieriger.
Die beklagenswerten Komplikationen beim Golfschlag entstehen erst dadurch, dass der Anfänger falsche Vorstellungen vom Bewegungsablauf hat und ihm trotzdem hin und wieder ein passabler Schlag gelingt.
So verkennt er seine großen und kleinen Fehler und „korrigiert“ sie falsch. Und dadurch verirrt er sich in einem Labyrinth von Abweichungen, die einander bedingen, verschlimmern und verfestigen.
Man könnte auch sagen:
Die menschliche Motorik hat offenbar einen Fehlergenerator mit geradezu unbegrenztem Einfallsreichtum.
Für das Lernen und Lehren kommt es also darauf an, den Golfschlag zunächst als einfaches Bewegungsmuster richtig zu beschreiben. Dann muss ein Lernweg vorgegeben werden, der sich streng an dieses Muster hält, alle Irrwege ausschließt und die Erkenntnisse der Lernpsychologie (Sensomotorik und Ideomotorik) nutzt.
Und letztlich müssen alle Korrekturen den Prioritäten folgen, die sich aus diesem Muster ergeben.
Dies ist die Aufgabe, die ich mir gestellt hatte. Die revo-lutionären Ergebnisse sollen hier in allgemein verständlicher und praktisch anwendbarer Form dargelegt werden.
An anderer Stelle werde ich sie für den Fachmann eingehender erläutern und untermauern. Und für seinen Unterricht habe ich entsprechende methodische Mittel und Wege entworfen.
Nach meiner Erfahrung nehmen Hobbygolfer durchweg zu wenig Unterricht. Das hat zwei Gründe. Sie machen nicht die Er-fahrung, dass sie dank fachmännischer Unterweisung tat-sächlich besser spielen. Und sie glauben und hoffen, dass sie es auch alleine schaffen. Der erste Grund ist leider nur selten von der Hand zu weisen. Der zweite beruht auf folgenden Überlegungen:
„Wenn ich schon kein guter Golfer werden kann, dann wenigstens ohne Lehrer.“ Will sagen: „Das wenige was ich schaffen kann, möchte ich nicht auch noch jemand anderem verdanken; und dafür auch noch Geld ausgegeben haben.“ „Stolz möchte ich sagen können: Das was ich kann, habe ich mir selber beigebracht. Ich habe dafür noch nicht mal ein Buch gelesen.“
Diese Selbstmotivation ist eigentlich wundervoll und dennoch tragisch. Denn der normal begabte Mensch hat keine Chance, durch eigenes Experimentieren jemals herauszufinden, wie der richtige Golfschlag funktioniert. Unzählige Golfer sind bei diesem Versuch gescheitert und haben resigniert.
Der Inhalt dieses Buches kann dagegen allen golfbegeisterten Menschen, die nicht zu den 5 Prozent der hochbegabten gehören, ganz neue Möglichkeiten eröffnen.

Das Buch ist im KOSMOS-Verlag erschienen, können Sie auch bei mirdirekt bestellen.
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