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(Mai 2008):
Nach vielen Jahren hatte ich diesertage mal wieder einen Schüler, sodass es mir endlich vergönnt war, über die Effektivität meines Konzeptes vom Richtigen Schlagen und einer entsprechenden Methodik ein Videodokument zu erstellen.
Und hier der Kommentar dazu.
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An dieser Stelle finden sich einige von mehreren dutzend Aufsätzen, Artikeln und Essays zum Thema Golfschlagtechnik, Methodik und Golf-Psychologie die in den letzten 15 jahren entstanden sind und bald in einem Buch auf den Markt kommen werden (Arbeitstitel: "Golflektüre fürs Kopfkissen"). Lesen und Bilder Betrachten sind Formen von Meditation und können wie mentales Training wirken, wenn man seinen Verstand und die visuelle und sensomotorische Vorstellungskraft verstärkt einsetzt.
Wer sein Golfspiel verbessern will kommt um diese Mühe gar nicht herum. Also: Handeln und genießen.
Inhaltsverzeichnis Aufsätze:
Thomas ZACHARIAS
IN EINER STUNDE VOM SCHWINGEN UND HACKEN
ZUM "RICHTIGEN SCHLAGEN"
(Kommentar zum Video)
Der Proband ist Ende 30 und mittelbegabt.
Er hatte gerade einen Schnupperkurs hinter sich, bei dem er nach wenigen Anweisungen 2 x 50 Bälle schlug. Seine „Technik“ ist typisch für geschätzte 80% aller Anfänger.
Per Video wurden ihm seine Bewegungen und guten Absichten, seine Fehler und untauglichen Korrekturversuche bewusstgemacht. Dann wurden zunächst Stand und Griff korrigiert, irgendwann zwischendurch auch die Ebene. Im Wesentlichen wurde nach dem Lernweg, den ich in meinem Buch beschrieben habe, vorgegangen. Allerdings auch mit vielen Lehrer-Interventionen wie Erklären, Vormachen, Führen, Halten, Erfühlen-Lassen. Erst gegen Ende der Sitzung wurden mit dem Sandwedge ca. 30 Bälle auf 30-60 m geschlagen. Sechs davon flogen richtig gut.
Kritik der sapontanen Schlagbewegung (Video, 1. Hälfte)
Die Streckung der rechten Hand ist langsam und beginnt gleich nach dem Umschwung, also viel zu weit oben. Der Schlag führt deshalb nach unten-rechts zum Boden, anstatt nach unten-links zum Ball. Um den folglich verfrühten Bodenkontakt zu vermeiden, werden die Masse und damit die Achse, schon beim Ansprechen links gehalten, und die Arme werden beim Durchschwung gebeugt hochgezogen. Trotzdem sind die meisten Treffer fett. Durch die Linkstendenz ist die linke Schulter im Treffmoment nicht über sondern vor dem Ball. Der Nachteil: Bei richtigem Verhalten der Hände wäre das Schlägerblatt offen und stünde trotzdem steil (Loftverlust), weil der Schaft zum Ziel geneigt wäre. Um dies zu vermeiden, „löffelt“ der Schüler. D.h.: Die Rechte streckt sich zu früh, überstreckt dann und drückt nach dem Impakt weiter in eine Palmarbeugung, sodass die linke Hand dorsal nachgibt, und der linke Ellbogen hochgebeugt wird („Chickenwing“). Gesamtergebnis: Geringes Schlägerkopf-Tempo oder groβe Anstrengung und schlechte Treffer (fett oder dünn, flach, Schlagflächenslice und Pullslice als falsche Korrektur).
Merkmale der korrekten Zielbewegung (Video 2. Hälfte)
Ausholen ohne zu winkeln. Das Zurückbeugen der Rechten beginnt erst beim Abschwingen. Dadurch: Bei waagerechtem linken Arm liegt der Schaft bei ca. 53º (1. Test: 60º). Bei 45º Armstellung sehr gute Beugung der Rechten: ca. 115º (allerdings bei 10º Beugung im Ellbogen). (1. Test 83º) Wenn der linke Arm auf den rechten Fuβ zeigt, liegt der Schaft noch 10º über der Horizontalen (sehr gut). (Beim ersten Test: 26º unter der Waagerechten!) Wenn der linke Arm schon senkrecht nach unten zeigt, liegt der Schaft noch ca. 33º vor der Senkrechten (sehr gut). (Beim Test ist die Rechte schon vorher gestreckt.) Die volle Streckung wird erst kurz nach der Senkrechten unter der linken Schulter erreicht, also erst nach dem Impakt. (sehr gut). Das maximale Schlägerkopftempo liegt bei ca. 125 km/h, grad wie beim ersten Test, weil die Drehbewegung langsamer ist, (Hände 20/35 km/h) dafür aber mit voller Präzision und bei wesentlich geringerem Kraftaufwand. Das Finish ist noch nicht locker und frei aber schon kontrolliert und im Gleichgewicht. Twist und Shift der Hüften sind ansatzweise schon zu sehen, und sie entstehen spontan beim weiteren Üben der Kernbewegung.
Natürlich ist die Bewegung noch lange nicht gefestigt und erstrecht nicht reif für die Runde. Aber sie ist, nach klaren Anweisungen und sensomotorischen Vorübungen, doch zumindest zustande gebracht worden. Jetzt helfen nur noch viele viele Wiederholungen. Zunächst ohne Ball, und dann ab und zu mit.
Und dazu die passenden Korrekturen:
Gewicht gleichmäβig verteilen (r+l, v+h). Körper still über dem Ball halten, also nicht „mitwandern“. (Weder beim Ausholen, noch beim Schlagen, noch ins Finish.) Beim Ausholen nicht beugen. Erst beim Abschwingen und dann bis zum Durchschwingen beugen. Versuchen, die Hände gebeugt über den Ball hinwegzuführen. Nicht „quetschen“, also nicht nach links lehnen! Rechte Schulter zurückhalten. Rechte Hand nicht absichtlich strecken, sondern absichtlich beugen und dann die Streckung hören und fühlen. Den Schlägerkopf von hinten/oben zum Ball schleudern. Die Arme dabei durchstrecken.
Zu erwartende Probleme:
Auch wenn die richtige Schlagbewegung schon gefestigt ist sobald ein Ball geschlagen werden soll, überwiegen zunächst wieder die unbewussten Bewegungsbefehle, welche schon die spontane Schlagbewegung produziert hatten: Linkstendenz von Körpermasse und Drehachse und viel zu frühes Strecken der rechten Hand. Der Körper will sich anstrengen und die rechte Hand will möglichst früh und schnell draufhauen und dabei auch noch den Ballflug steuern. All das muss strikte unterbunden werden!
Übertriebene Gegenabsichten:
Mit Masse und Achse rechts bleiben. Und: Die rechte Hand im Abschwung absichtlich beugen. (Nicht mit Rechts den Ball zum Fliegen bringen wollen!)
Einsicht und Erfolgserlebnisse
erzeugen das Vertrauen darauf, dass die Rechte sich immer von selber rechtzeitig strecken wird. Und zwar umso schneller, je später man sie beugt. Sie kann sich also gar nicht zu spät strecken, denn: Die Verzögerung der Beugung wird ja durch die Beschleunigung der Streckung wieder wettgemacht. Und man muss darauf vertrauen, dass das Schlägerblatt square steht, wenn man nur mit links richtig gegriffen hat und man das linke Handgelenk im Durchschwung gestreckt hält, also nicht palmar oder dorsal beugt. Dies erreicht man am besten und sichersten, indem man es schon beim Ansprechen gestreckt hält und den Handrücken während der gesamten Schlagbewegung plan hält, das Gelenk im Umschwung also ausschlieβlich radial (zum Daumen hin) beugt.
Warnung
Es nützt nichts, all das „einfach mal zu versuchen“. Es „auszuprobieren“. Diese Absicht führt meistens direkt in den Misserfolg. Man muss sich vielmehr überzeugen und dann beschlieβen, es unbedingt erlernen zu wollen. Und dann schafft man es wahrscheinlich auch. Eigentlich ist die Bewegung ganz natürlich. Man hat im Leben bisher nur noch nicht vor der Notwendigkeit gestanden, sie zu entwickeln.
Thomas ZACHARIAS
DAS RICHTIGE SCHLAGEN
Dies ist ein Modell für den richtigen und dennoch einfachstmöglichen Golfschlag. Es gilt im Prinzip vom Chip bis zum Drive, im Bunker und im Rough. Griff, Stand und Ebene werden als richtig vorausgesetzt.
Der ambitionierte Freizeitgolfer muss sich bemühen, bei jedem Schlag und in jeder Lage die entscheidenden Dinge immer wieder genau gleich zu machen.
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Foto 1: Ansprechen
Die Haltung ist dem Impakt möglichst ähnlich:
Das Becken ist leicht nach links geschoben und nach rechts gekippt.
Der Kopf ist leicht nach rechts geneigt und gewendet (Im Bild etwas übertrieben). So hält der Kopf die Hauptdrehachse (Rumpf) während des ganzen Schlages in Stellung.
So vermeidet er das Vordrängen der rechten Schulter und das Nach-Links-Kippen der linken Schulter.
Und so befreit er das Ausholen nach hinten oben und das leichte Nach-Links-Schieben des Beckens zu beginn Abschwungs. Das linke Handgelenk ist gestreckt, sodass linker Arm und Schlägerschaft eine Linie bilden. Der Zugriff ist während des ganzen Schlages weder locker noch kraftvoll, sondern angenehm fest, elastisch sicher.
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Foto 2: Ausholen
Die Bewegung ist fließend aber gemächlich.
Kopf und Körpergewicht werden zentriert stillgehalten. Nicht krampfhaft sondern in natürlicher Absicht. Bewusst wird nur der linke Arm geführt. Sein Ellbogen ist gestreckt.
Der Winkel in der linken Schulter (also zwischen Arm und Brust) schließt sich spontan von ca. 60 auf ca. 30°.
Der Rumpf, also Schulter- und Beckenachse, drehen spontan mit.
Bewusst wird nur das rechte Handgelenk zum Handrücken hin zurückgebeugt.Und zwar nur um ca. 30°, also um ein Drittel. Das linke Handgelenk bleibt plan und folgt dem was die Rechte tut.
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Foto 3: Umkehren
Die Bewegung bleibt gemächlich, fast zögerlich. Kein plötzlich entschlossenes Zuschlagen!
Der Schläger wird weder nach hinten geworfen noch nach vorne gedrückt, sondern:
Das rechte Handgelenk wird bewusst um ein weiteres Drittel, also auf ca. 60° zurückgebeugt. (Dies muss vor dem Spiegel eingeübt werden.)
Bewusst wird nur der linke Arm wieder abwärts geführt.
Rumpf und Beine unterstützen dies spontan und ohne Anstrengung. Das Becken sollte dabei etwas nach links geschoben werden.
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Foto 4: Abschwingen
Auch der Abschwung, ja das ganze Schlagen, ist eine gemächliche Beschleunigung. Die rechte Schulter muss dabei zurückgehalten werden,
Während der linke Arm in die Senkrechte zurückdreht und der Winkel in der linken Schulter sich wieder öffnet, wird das rechte Handgelenk bewusst weiter zurückgebeugt.
Nach zwei Dritteln (2/3) des Abschwungs erreicht es erst seine volle Beugung, also 90 bis 105°.
Der linke Arm zeigt in diesem Moment schon um 45° nach rechts unten. Der rechte Ellbogen wird dabei gebeugt vor die rechte Hüfte gezogen.
Durch die volle Rückbeugung entsteht in den Muskeln des rechten Unterarmes eine Vorspannung, die eine hochschnelle Streckung des Handgelenkes und damit eine plötzliche Beschleunigung des Schlägerkopfes erst möglich macht.
Wenn diese Streckung zu weit oben, also „zu früh“ erfolgt, ist der Schlag unweigerlich misslungen. (Mehr dazu in „DEM CHAOS EIN ENDE)
Die nächsten Fotos offenbaren das Schlagresultat.
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Foto 5: Pre-Impakt
Wenn der linke Arm auf den Ball zeigt, liegt der Schlägerschaft beim richtigen Schlagen noch 15-30° vor der Senkrechten. Sonst ist der Schlag „geschaufelt“ oder „gelöffelt“. Der tiefste Punkt des Durchschwunges liegt dann rechts vor dem Ball, das Treffen ist „fett“ oder „dünn“ anstatt „sauber“
Sind die Hände hier schon vor dem Ball, so bedeutet dies nur sehr selten, dass die Beugung und Streckung der rechten Hand „zu spät“ wäre, also zu weit unten stattgefunden hätte. In den allermeisten Fällen ist vielmehr die Streckung zu langsam, weil sie zu weit oben begonnen hat und deshalb keine Vorspannung aufgebaut wurde. Oder die Drehung von Rumpf und Armen war einfach viel zu schnell.
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Foto 6: Impakt
Je kürzer der Schläger, desto weiter links vom Ball liegt der tiefste Punkt des Durchschwungs, also desto weiter befinden sich die Hände bereits vor dem Ball. Nur bei den Hölzern sind die Hände beim Impakt genau über dem Ball und nur beim Drive vom hohen Tee sind die Hände beim Impakt sogar leicht hinter dem Ball.
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Foto 7: Post-Impakt
Der Schläger wird nicht weiter beschleunigt. Die rechte Hand arbeitet nicht weiter, drückt nicht über die Streckung hinaus auf den Schläger. Der Schläger wird nach dem Impakt sofort erheblich langsamer und überholt die Hände erst, wenn der linke Arm schon um ca. 20° nach links zeigt.
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Foto 8: Ausschwung
Schläger und Arme werden sehr schnell langsam und schwingen aufwärts, weil es nach einem gelungenen Abschwung nicht anders geht.
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Foto 9: Finish
Man muss nicht bis an die Grenzen der eigenen Gelenkigkeit ausschwingen oder eine theatralisch Pose anstreben. Hauptsache sind Gleichgewicht und Kontrolle.
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Thomas ZACHARIAS
STILLE IM KOPF
oder: Das Prinzip „Kopfsteuerung“
In der Sportdidaktik längst Allgemeingut, in der Golfschlag-Theorie aber noch lange nicht richtig verstanden und genutzt: Die Kopfsteuerung. Hier das dazu nötige Basiswissen.
Das Bewusstsein spielt sich grundsätzlich im Kopfe ab. Auch die körperliche und motorische Selbstwahrnehmung. Und von hier aus ergehen auch alle Bewegungsbefehle an die Muskulatur, zumindest sofern sie der bewussten Bewegungsvorstellung entspringen. Es gibt allerdings auch eine Menge unwillkürlicher, unbewusster und reflexgesteuerter Bewegungen. Aber gerade diese müssen vom Kopf vorweggenommen (antizipiert) und angesteuert werden, wenn es darum geht, eine sportliche Technik anzuwenden und auszuführen.
Wenn der Körper also etwas richtig machen soll, dann muss der Kopf dies erstrecht und als aller erstes. Seine Fehler bleiben garantiert nicht ohne Auswirkungen. Und o haben kluge Golflehrer schon lange herausgefunden, dass Haltung und Verhalten des Kopfes den Schlag entscheidend beeinflussen zum Gelingen wie zum Scheitern. Die Tatsache dass es ein paar Profis gibt, die Erfolg haben, obwohl ihre Kopfsteuerung nicht ganz vorbildlich aussieht, darf man nicht zum Anlass nehmen zu glauben, sie steuerten ihren Schlag nicht auch mit dem Kopf und jeder andere könne auf korrekte Kopfsteuerung gerne verzichten. Im Gegenteil. (Fenster Kopf & Körper)

Was also muss und darf der Kopf beim Golfschlag machen und was nicht?
Der Anfänger neigt dazu, den Schlag mit großen Bewegungen der Körpermasse und auszuführen. Hier vermutet er unbewusst und höchst irrtümlich die Quelle seiner Schlagkraft. Dagegen muss er lernen, den Körper ruhig zu halten und sich um eine stabil gehaltene Längsachse zu drehen. Und dies erreicht er, indem er den Kopf während des Ausholens und Abschwingens bis zum Impakt möglichst still hält. Er muss sich bemühen, die Stirn in gleichbleibender Entfernung zum Ball zu halten und das Gesicht erst zum Ziel zu wenden, wenn der Ball weggeflogen ist und die rechte Schulter das Kinn mit ins Finish nimmt. Das ist keine Verrenkung und kein Krampf sondern ein anatomisch gesunder und technisch erforderlicher Vorgang.
Hat der Spieler aber die Absicht oder den unbewussten Drang, dem Ball möglichst früh hinterher zu schauen oder ihm gar mit dem Blick vorauszueilen, dann gibt die Drehachse der Schultern, also die Wirbelsäule in Richtung Ziel nach. Dann kann der Ball kaum noch sauber getroffen werden. Und auf Grund physikalischer Gesetze werden die Drehung der Arme und der Durchschwung des Schlägers empfindlich geschwächt.
Wenn nun der Probeschwung entsprechend richtig ausgeführt worden ist (weil dabei kein Ballflug entsteht, den man voller Hoffnung oder Sorge unbedingt mit dem Blick verfolgen will) und der Kopf dann beim wirklichen Schlagversuch doch etwas anders macht, dann waren natürlich alle Einsichten und guten Vorsätze vergebens. Man muss sich also darauf einstellen, das Treffen des Balles zu sehen, und die zweite Hälfte seines Fluges. Nicht aber seinen Abflug. Und man muss sich angewöhnen, den Probeschwung genau so auszuführen wie den beabsichtigten Schlag, also mit vollständigem Finish:
Im Durchschwung Stille Bewahren und dann Aufrichten, zum Zielwenden und in den leeren Himmel Blicken.
4 Könner in einer einzigen Golfzeitschrift gefunden
Das richtige Kopfverhalten sorgt also nicht nur für mehr Treffsicherheit (sofern der Schlag als solcher überhaupt richtig ausgeführt wird) sondern auch für mehr Dynamik in Rumpf und Armen. Und es ermöglicht erst die Steuerung des Schlägerkopfes auf der richtigen Schwungbahn (Ebene). Wenn der Kopf nämlich seinen Platz zu früh in Richtung Ziel verlässt, dann wandert der tiefste Punkt des Schlägerkopfweges mit nach links und nach innen, sodass zunächst Treffer mit der Spitze entstehen und, um das Auszugleichen, dann ein Durchschwung von außen nach innen zum Pull und/oder Slice.
Viele weitere Fehler können durch falsches Kopfverhalten entstehen und folglich auch über die Kopfsteuerung korrigiert werden:
Fortgeschrittenere Golfer wollen den Ball gerne steiler angreifen, also den Schlägerkopf mehr von oben abwärts an den Ball bringen um zu verhindern, dass sie vorher den Boden treffen. Dafür lehnen sie sich mit der linken Schulter links abwärts vor den Ball. So bleibt nicht nur das Becken fehlerhaft nach rechts hinter der Bewegung zurück und der Rumpf kippt nach links vorne, sondern die ganze Drehachse verliert ihre Stabilität. Der Kopf steuert dies, indem er sich nach links neigt. Und der Kopf muss es korrigieren, indem er leicht nach rechts geneigt anspricht und bis zum Impakt dabei bleibt.
Diese Ansprechhaltung hilft auch, die eigenen Anstrengungen auf den Schwungbereich zu beschränken, der rechts vor dem Impakt liegt. Denn mit aller Kraft über den Impakt hinaus zu schuften, ist ein weit verbreiteter Kapitalfehler.
Nun kann der Kopf in dieser Haltung immer noch das Gesicht zu Ziel drehen. Dies hat sofort zur Folge, dass die rechte Schulter sinkt und der Durchschwung zu tief gerät und der Boden vor dem Ball getroffen wird.
Der Kopf ist auch der Sitz des Gleichgewichtssinnes und der Raumorientierung. Seine Längsachse muss daher annähernd parallel zur Achse der Körperdrehung liegen. Wer also schon beim Ansprechen den Kopf hängen lässt, der wird auf einer zu steilen Ebene schwingen. (Zg.1)
Wenn er den Kopf aus dieser Haltung beim Ausholen aufrichtet, dann verliert er vollkommen die Ebene, schwingt also in einer Schleife steil auf und flacher ab und muss das weiter unten mühselig und irreführend kompensieren.
Hat man den Kopf dagegen beim Ansprechen zu aufrecht gehalten, so gerät das Ausholen von Anfang an zu flach (Zg. 2). Und wenn man dann tüchtig auf den Ball dreschen will, dann beugt und senkt man den Kopf beim Abschwung und die Schwungebene wird plötzlich steil.
Die Spanische Schule und andere Gurus (z.B. Tommy Armour) empfehlen, den Ball beim Ausholen nur mit dem linken Auge anzuvisieren. (Zg. 3) Die entsprechende Kopfhaltung führt den Körper aber in die Irre. Die Längsachse des Kopfes steuert wie gesagt die des Rumpfes, da sie ihre Verlängerung bildet. Und so steuert sie die Drehbewegung. Nach rechts gewendet und nach links gekippt suggeriert der Kopf dem Becken beim Ausholen nach rechts zu schieben und nach links zu kippen. Wenn es da bleibt wird der Rumpf nach links kippen und die Schultern werden abwärts drehen und den Schlag steil nach innen ziehen. Große Talente kompensieren solche Irrfahrten mühelos. Alle anderen scheitern daran.
Wird der Kopf dagegen zusätzlich zur richtigen Vorwärtsneigung etwas nach rechts gekippt und der Ball mit beiden Augen gesehen oder bewusst mit dem rechten Auge anvisiert (Zg. 4), dann wird beim Ausholen die richtige Beckendrehung gefördert und zu weites Ausholen verhindert. Das Schieben der Beine und des Beckens nach links werden erleichtert und die Orientierung von Wirbelsäule und Schulterachse zur korrekten Schwungebene unterstützt.
Der Kopf steuert auch das Wanken der Körpermasse und das entsprechende Umherwandern ihres Schwerpunktes, Bewegungen die für einen guten Golfschlag vollkommen überflüssig sind und normalbegabte Spieler nur sinnlos überfordern. Also hilft ihnen der Kopf auch dabei, die Masse während des ganzen Schlages still im Gleichgewicht zu halten.
Man kann eigentlich gar nichts richtig machen, solange der Kopf etwas falsch macht. Deshalb ist es am besten er macht gar nichts oder zumindest möglichst wenig. Doch ein Kopf voller Eifer, voller technischer Ansichten und Absichten ist schon innerlich ruhelos, sodass er auch äußerlich nicht für Ruhe sorgen kann. Deshalb muss der Kopf erfahren haben, dass eine ruhige, wohldosierte Drehbewegung nicht nur die größtmögliche Präzision sondern auch die größtmögliche Schlägerkopfgeschwindigkeit erzeugt. Er muss verstanden haben, warum das so ist und wie er es, vor allem durch das richtige Verhalten der Hände bewerkstelligen kann. Und darauf muss er unbeirrt vertrauen.
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Thomas ZACHARIAS
TRAINIEREN MIT KÖPFCHEN
Wenn ich mir das Geschehen auf einer beliebigen Drivingrange anschaue, fühle ich mich mitleidig an meine eigenen Anfängerjahre erinnert, als ich wie die meisten Amateure kopflos auf die Bälle eingedroschen habe, verzweifelt und ohne jede Einsicht in die Ursachen meines Scheiterns. Nur von der blinden Hoffnung getrieben, meine Schläge müssten doch allein durch fleißiges Üben besser werden.
Doch niemals ist es besser geworden. Meistens sogar eher schlechter. Und das, ob mit oder ohne Anleitung.
Aber das lag nicht einfach an der ART zu trainieren. Die Kopflosigkeit kam von dem Unwissen darüber, WAS überhaupt trainiert werden muss. Also was wirklich wichtig und entscheidend ist. Und eines steht fest:
Alle Profis können es, aber kaum einer weiß es zu unterrichten. Nicht einmal in den Büchern und Videos der Obergurus wird es angesprochen. Die Experten diskutieren am Wesentlichen vorbei und die Lehrer schicken ihre Schüler in einen Djungel von unwichtigen und irreführenden Einzelheiten.
Als Dipl.Sportlehrer mit Schwerpunkt Technik und Biomechanik und als Golfer nur mittelbegabt, bin ich 1993 dahinter gekommen und habe dadurch meinen Rundenschnitt von einem Tag auf den anderen von 95 auf 85 und nach eingen Wochen auf 80 Schläge verringert.
Denn das Prinzip herrscht im kurzen wie im langen Spiel. Und ohne dieses Wissen würde ich immer noch 100er-Karten schießen und wäre auch noch chronisch verletzt, so dass ich überhaupt nicht spielen könnte.
Also zur Sache:
Wenn man Körper und Arme so schnell dreht wie man nur irgend kann, bleibt der Schlägerkopf trotzdem langsam. Die eigentliche Kunst besteht darin, das rechte Handgelenk so schnell wie möglich zu strecken und dies mit der Bewegung des linken Armes richtig zu koordinieren.
Der normal begabte Mensch macht es spontan und unbewusst falsch:
Er streckt das Handgelenk, sobald der Abschwung beginnt. So verpufft die ganze Kraft seiner Hände ca. 1 m vor dem Ball. Und so wird der Schlag anstrengender und obendrein auch noch schief und krumm.
Der Könner macht es ganz anders:
Er streckt das rechte Handgelenk erst im letzten Drittel des Abschwunges. Und so summiert sich die DREHKRAFT der Arme und Schultern mit der STRECKKRAFT der rechten Hand genau am Ball. (Siehe Fotoseiten: 2 x richtig, 24 x falsch)

Aber: Die Streckung des Handgelenks ist ein Reflex der einsetzt, sobald seine volle Beugung erreicht ist. Und deshalb darf man das Handgelenk eben erst voll beugen, wenn der Abschwung der Arme schon zur Hälfte vorbei ist!!
Jedem Hobbygolfer passiert aus Versehen mal so ein Super-Schlag.
Aber da man nicht ahnt woran es liegt, tappt man weiter im Dunkeln.
Das motorische Programm lautet:
Langsam Ausholen und Abdrehen; dann erst Handgelenke voll Beugen, Schuss.
Bei der vollen Beugung entsteht in den Muskeln, die das Handgelenk strecken, eine große Vorspannung. Und nur durch diese wird die Streckung schussartig.
Man kann das leicht nachvollziehen, wenn man mit dem Mittelfinger schnalzt. Man muss zuerst mit dem Daumen gegenhalten und Spannung aufbauen. Sonst entsteht kein Schnappen und kein Knall.
Bitte gleich mal ausprobieren! Man kann dabei die aktiven Muskeln auch mit der anderen Hand ertasten. Genau diese Muskeln im inneren Unterarm strecken auch die rechte Hand beim Golfschlag. Und wer diesen Mechanismus nicht kennt, der unterschätzt die Schnelligkeit, mit der er seine Hände zu strecken vermag und beginnt damit folglich immer wieder viel zu weit oben.
Je schneller die Streckung ist, desto weniger spürt man davon, eben weil es so schnell geht. Deshalb ist es den Könnern ja auch nicht bewusst. Sie bilden sich ein, ihre Handgelenke wären völlig passiv. Und sie merken nicht, dass letztlich all ihre Power erst durch diese Streckung zur Wirkung kommt.
Beim Bogenschießen beugt man den Bogen, indem man an der Sehne zieht. Und wenn man sie wieder los lässt, dann streckt sich der Bogen ruckartig und der Pfeil wird abgeschossen. Und so kann sich auch das rechte Handgelenk nur dann ruckartig strecken, wenn man es z.B. mit der linken Hand nach hinten spannt und plötzlich los lässt. (Bitte gleich mal auf Tisch oder Oberschenkel testen!)
Beim Golfschlag geschieht genau dies, indem man die Arme vorwärts dreht und gleichzeitig den Schläger im Handgelenk rückwärts führt.
Das ist der ganze Trick, ohne den kein guter Golfschlag möglich ist.
Der Durchschwung des Schlägers verursacht immer einen Ruck, der die Hände nach unten/außen zieht und die Drehung der Arme abbremst. Und wenn dieser Ruck nur etwas zu früh stattfindet, dann zieht er den Schlägerkopf rechts vor dem Ball in den Boden und zum Socket. Und das nicht nur bei großen Schwüngen sondern schon beim kleinsten Chip.
Außerdem wird der Schlägerkopf sofort nach der Streckung der Handgelenke wieder langsamer. Deshalb sind nur die Schläge gut, wo die Drehung der Arme und die Streckung der Handgelenke wie oben beschrieben genau koordiniert sind.
Was also muss man im Training machen, um diese alles entscheidende Bewegung zu erlernen? Zunächst Zeitlupen-Übungen mit dem Schläger in jeder Hand einzeln, damit sie lernen, sich erst zu beugen, wenn sie schon längst auf dem Weg zum Ball sind; und damit sie lernen, sich erst zu strecken, wenn sie schon fast wieder über dem Ball angekommen sind. Dann Schwünge mit einem Baseball-Schläger oder einem Golfschläger mit erschwertem Kopf, um die richtige Koordination in eine fließende, schwungvolle Bewegung umzusetzen.
Wenn das wirklich klappt, schlägt man nach diesem Muster mit viertel bis halbem Aufschwung Rangebälle mit dem Putter. Die rollen dann so 30 bis 50 m weit. Und wenn das sicher klappt, dann macht man das selbe mit dem 60°-Wedge.
Zunächst kleine Schwünge, 3 m hoch, 10 m weit. Und dann immer größere Schwünge mit immer mehr und mehr Höhe.
Weite darf nie angestrebt werden. Die ergibt sich ja von selbst, wenn man bei ganz der selben Bewegung Schläger mit weniger Loft benutzt.
Bei jedem Training baut man den Schwung auf, indem man beim kurzen Spiel beginnt und sich dann behutsam steigert. 60% aller Übungsschläge sollten mit den drei Wedges gespielt werden. So schafft man eine solide Basis für das Spiel mit den langen Eisen und Hölzer. Und obendrein verbessert man dabei natürlich sein kurzes Spiel.
Grundvoraussetzung sind selbstverständlich korrekter Stand und Grip. Wichtig ist, dass der Rest des Körpers insgesamt äußerst sparsam agiert. Also: Kaum Massenverschiebung (Shift) und wenig Hüft-Drehung (Twist).
Hobbygolfer sind mit dem vollen Schwung überfordert. Der ¾-Schwung reicht, um ihre Kräfte voll zu entfalten. Und Schultern und Arme drehen langsam um eine still über dem Ball gehaltene Achse.
Mental ist entscheidend, dass man sich vornimmt, das Handgelenk nicht kraftvoll zu strecken, sondern es während des Abschwunges entschlossen zu beugen. Nur dadurch wird die Streckung schnell. Und nur so wird es auch möglich, den Ball auf dem richtigen Wege anzusteuern, nämlich immer von oben, ohne dabei den Rumpf vor den Ball, also in Richtung Ziel zu lehnen, und von innen, ohne dabei vor dem Ball in den Boden zu schlagen.
Dass die besten Schläge sich harmonisch und spielerisch anfühlen, und die weitesten Schläge völlig mühelos, das liegt daran, dass die Drehkräfte des Körpers im Verhältnis zur Streckkraft der rechten Hand immer viel zu groß sind.
Die Streckkraft kann sich also nur dann richtig entfalten, wenn die Drehkräfte gemäßigt zum Einsatz kommen. Übermütige Kraftakte machen dagegen jede Abstimmung zunichte.
Bei den begabteren Spielern entsteht diese beneidenswerte Eleganz in der Gesamtbewegung ganz von alleine. Und sie können ohne Mühe lernen, dem Ball jeden gewünschten Drall mitzugeben (Draw, Fade, mehr Backspinn).
Wir Hobbyisten werden dagegen immer genug Mühe damit haben, richtig zu timen und den Ball sauber zu treffen. Und unsere Freude müssen wir daraus ziehen, seinen Flug einigermaßen gerade zu halten. Das ist unbescheiden genug.
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Thomas ZACHARIAS
IRREFÜHRENDES EIGEN-FEEDBACK
Psychomotorik im Hobby-Golfsport
Ein Großteil unseres Bewegungslernens erfolgt über Versuch und Irrtum. Wir probieren etwas aus und prüfen ob es funktioniert. Und dann versuchen wir, das Unerwünschte daran auszuschalten und das Erfreuliche zu wiederholen, um es durch Übung zu festigen. Dabei verlassen wir uns auf unsere Selbstbeobachtung. Aber diese kann fehlerhaft sein und uns in die Irre führen.
Beim Golfen ist dies sogar leider unvermeidbarer Alltag. Und deshalb kommen wir in unserer technischen Entwicklung nicht von der Stelle. Durch besseres Wissen können wir das aber durchaus ändern.
Der Golfschlag ist zu schnell, um ihn bewusst zu erleben. Zu viele Dinge geschehen gleichzeitig oder zu schnell und zu schnell hintereinander, um sie alle wahrzunehmen. Und so ist die Hoffnung darauf, Absichten, Handlungen und Ergebnisse gleichermaßen, gleichzeitig und doch getrennt beobachten und auf einander beziehen zu können, unerfüllbar.
Der Durchschwung des Schlägers, aus der Waagerechten durch die Senkrechte (Ball) in die Waagerechte, dauert 4-6 einhundertstel Sekunden (0,04-0,06 sek). In der ersten Hälfte dieser Zeitspanne wird der Schlägerkopf von 50 bis 100 km/h auf 150 bis 200 km/h beschleunigt. Und in der zweiten Hälfte muß die dabei entstehende Wucht von 30-40 kg abgefangen und wieder auf die Hälfte abgebremst werden.
Die bewusste Wahrnehmung dieser drei Anstrengungen erfolgt erst ca. eine Zehntel Sekunde später. Und dabei verschmelzen diese entweder zu der Empfindung eines einzigen, großen Kraftaktes, oder wir nehmen nur den stärksten Eindruck wahr. Und das ist nicht die gute Absicht und nicht das Ausholen und Schlagen, sondern der rasante Durchschwung des Schlägers und der Ruck, mit dem er uns in Finish zieht.
Obwohl wir uns also vorgenommen haben, langsam zu drehen und den Schläger mühelos durch den Ball zu schleudern, und dies auch tatsächlich getan haben, erleben wir die Gesamtbewegung als wuchtig und schnell. Und da das Bremsmanöver doppelt so anstrengend ist wie die Schlagbewegung, hat sich der Kraftakt am Ende drei mal so groß angefühlt, wie beabsichtigt und erwartet.
Wenn der Ballflug nun auch noch gut war, dann assoziieren wir jetzt den Erfolg mit dieser Anstrengung, die uns viel mehr beeindruckt hat, als die vorher angestrebte Mühelosigkeit. Beim nächsten Schlag vergessen wir dann die erfolgsträchtigen Absichten und wollen, mehr oder weniger bewusst oder gänzlich unbewusst, das Erlebnis von Erfolg und Anstrengung wiederholen, indem wir es absichtlich herbei führen. Und schon ist der Schlag forciert. Die Arme drehen zu schnell, das rechte Handgelenk wird zu früh gestreckt und der Schlägerkopf wühlt rechts vor dem Ball den Boden auf.
Dies wiederum belastet manchen mit einer solchen Frustration, dass er ganz schnell den nächsten Ball schlagen muss, um das Ärgernis aus der Welt zu schaffen.
Also korrigiert er spontan und ohne nachzudenken die Tiefe des Durchschwunges. Und der nächste Ball ist folglich dünn getroffen.
Oft assoziieren wir den gelungenen Schlag auch mit einem als elegant empfundenen Finish. Schon machen wir dies beim nächsten Schlag zu einer neuen Absicht und lenken uns damit vom Wesentlichen ab.
Und nach ein paar Fehlschlägen betreiben wir verzweifelt Ursachenforschung:
Was ist denn nun schon wieder los?! Das Knie? Die Hüfte? Die Schulter? Der Kopf?... Die Selbstbeobachtung wandert hektisch von Schlag zu Schlag durch die verschiedenen Abteilungen des Körpers und der Seele. Und die Bälle machen derweil was sie wollen.
Alles weil die anfänglichen guten Absichten von starken Sinneseindrücken überlagert wurden. Unser Eigen-Feedback war irrtümlich.
Und dann hilft nur der Schritt zurück zu der Einsicht:
Damit der Schlägerkopf schnell wird, muss ich langsam drehen und dabei die Hände richtig beugen und strecken. Das schöne Finish oder das Gefühl von Anstrengung und Tempo entsteht erst als FOLGE dieses Vorgehens. Und der Glaube, ich könnte noch weiter schlagen, wenn ich mich anstrengen und alles etwas schneller machen würde, ist ein fataler Irrtum. Genau so wie ich den Ball mit dem Sandwedge aus 80 Metern aufs Grün lege, so muss ich ihn mit dem Holz aus 180 Metern aufs Fairway legen.
Einen Teil des Schlages muss ich herbeiführen.
Den anderen kann ich nur staunend geschehen lassen.
Das eine ist meine TAT. Das andere nur mein WERK.
Und der Flug des Balles ist nur noch eine WIRKUNG von alledem.
Vor dem Schlag den Ballflug zu visualisieren ist folglich nur etwas für Könner. Der Ball fliegt niemals deshalb gut, weil wir uns das vorher so ausgemalt haben. Das beweisen allein die vielen schlechten Ballflüge, die nach einer solchen Vorbereitung entstanden sind. So etwas lenkt den Hobbygolfer nur von seinen technischen Absichten ab. Wie ohnehin alles um ihn herum seine Sinne verwirrt und seinen Geist überfordert.
Auf Range oder Runde gilt die Losung:
DER BALL IST DAS ZIEL!
Und das heißt:
Um den Ball richtig zu treffen, muss ich den SCHLAG richtig ausführen.
Wer aus dem Wachstumsalter (bis max. 30j.) raus ist, der kann nur noch im Kopfe lernen. Dort sind die Speicherkapazitäten unerschöpflich. Seine Motorik aber ist ausgewachsen. Was er bis dahin nicht automatisiert hat (Zähneputzen, Lesen, Laufen, Springen, Singen, Klavierspielen, Golfen...) das muss er vom Kopf aus befehligen, steuern und kontrollieren.
Das Großhirn ist aber nur einer von vielen Körperteilen. Wie diese kann es nur eine Bewegung nach der anderen machen. Und so kann es auch nur einen Bewegungsbefehl nach dem anderen geben. Wenn nun die Motorik die komplexe Bewegung Golfschlag nicht schon in der Jugend automatisiert hat und abrufbereit hält, dann braucht sie mehrere Einzel-Befehle um sie zustande zu bringen. Und dabei gilt:
Je weniger Teilbewegungen automatisiert sind, desto mehr Einzelbefehle sind erforderlich.
Schon beim gemächlichen Einnehmen von Griff und Stand muss der Späteinsteiger auf immer und ewig bewusste Sorgfalt üben. Und wenn es an die Ausführung des Schlages geht, muss der Kopf dem Körper auf ewig alles vorsagen. Denn was der Körper von sich aus anbietet, ist garantiert untauglich. Das Ausholen ist ja noch langsam genug, um vom Bewusstsein gesteuert zu werden. Schwierig wird es beim Ab- und Durchschwung. Da kommen wir leicht auf 5 bis 8 Befehle pro 1/10 Sekunde.
Wenn wir uns 3 davon vornehmen, dann stoßen wir schon an unsere Grenzen. Nach einigem Üben stellt sich aber Gewohnheit ein. Die Muskeln scheinen sich zu erinnern und machen bereitwillig mit. Und so widmet man sich (oft auf Anraten des Lehrers) übermütig einem weiteren, dem 4. Bewegungsbefehl.
Im Vertrauen auf das bereits Gelernte, gelingt es zunächst auch, diese neue Absicht in die Tat umzusetzen. Freudig vom Erfolg getragen, konzentriert man sich darauf, als wäre nun dies das einzig entscheidende Detail. Aber nach wenigen Versuchen vergessen die Muskeln die 3 alten, bewährten Befehle. All das sicher geglaubte Können bricht dann schmählich zusammen. Und zähneknirschend stellt man fest: Meine Motorik hat Alzheimer.
Jetzt glaubt man, dass man gar nichts kann und es auch niemals wird lernen können. Und es übermannt einen der Jammer. Bis man wieder Hoffnung schöpft und die Mühsal auf sich nimmt, die 3 bewährten Befehle aufs neue zu erarbeiten, um wenigstens auf der Runde wieder halbwegs zurecht zu kommen.
Jede Verbesserung erfordert einen zusätzlichen Befehl. Aber mehr als drei bekommen wir nicht auf die Reihe. Sobald wir den 4. anstreben gerät einer der ersten drei ins Hintertreffen. Und wenn man das weiß, dann erkennt man auch den Ausweg:
Wenn ich mehr als drei Befehle umsetzen will, dann muss ich diese in einem imaginären Kreis anordnen und dann beim Üben alle 3 Schläge auf diesem Kreis den Schritt zum nächsten Befehl machen. Die Befehle lauten zum Beispiel:
Langsam auf der Ebene ausholen
oben kurz anhalten
Becken auf das linke Bein schieben
Langsam linke Schulter öffnen
Rechte Schulter zurückhalten
Hände erst beim Abschwung beugen
Von innen nach außen durchschwingen
Mit dem Kopf hinter dem Ball bleiben
Bei Übungsschlägen und Probeschwüngen wandern wir dann von Versuch zu Versuch auf dieser kreisförmig geschlossenen Liste herum. Und um dabei konsequent zu bleiben, müssen wir die Liste natürlich wenigstens im Kopf haben oder von einem Spickzettel ablesen.
Beim Unterricht muss man sich mit dem Pro austauschen. Er muss wissen, woran man glaubt denken zu müssen, um das derzeitige Können überhaupt abzurufen. Erst dann kann man eine Korrektur angehen. Und zwar in der Weise, dass man sie in die Liste der Absichten einfügt und dann auf diesem erweiterten Kreis umher wandelt.
Der Golfsport ist eine Herausforderung an Körper, Geist und Seele, um die eigenen motorischen, mentalen und emotionalen Grenzen zu erforschen, um sie zu erkennen und anzuerkennen.
Grenzen überschreiten, überwinden oder verschieben zu wollen, ist dagegen ein absurdes Missverständnis, welches nur zum endgültigen Scheitern führen kann.
Die Welt und das Leben innerhalb der naturgegebenen Grenzen ist groß, reich und verwirrend genug. Und wir brauchen nicht den Glauben an eine eigene Grenzenlosigkeit, damit uns auf dem Golfplatz das Herz aufgeht.
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Thomas ZACHARIAS
DIE LINKE SCHULTER SCHLIESSEN UND ÖFFNEN
Immer mehr Golflehrer haben in den letzten Jahren verstanden, dass die Bewegungen der Beine, Hüften und Schultern nur die Bewegungen des linken Armes bestimmen können. Was der Schläger dabei macht, wird dagegen von den Händen bestimmt. Sie müssen die Kräfte des Körpers auf den Schläger übertragen. Und dazu brauchen sie selber Kraft.
(Dass die Hände völlig passive Gelenke bildeten, also nichts tun müssten oder dürften, ist nur eine gängige methodische Hilfsformel, keine Tatsache.)
Je schneller die Handgelenke gestreckt werden können, desto mehr Kraft muss der Rest des Körpers aufbringen, um den linken Arm entsprechend schnell zu drehen, und um für den rasanten Durchschwung des Schlägers ein massives Gegenlager zu bilden. Sonst verpufft die Kraft der Hände zu einem erheblichen Teil.
Ebenso verpufft sie allerdings, wenn der linke Arm ZU SCHNELL dreht. Hier liegt der DYNAMISCHE Aspekt der Abstimmung: Die Kräfte des Körpers und der Hände müssen zusammenpassen. Hierzu ist es gut zu wissen, dass der Körper viel mehr Kraft erzeugen kann, als die Handgelenke im Stande sind, an den Schläger weiterzuleiten. Und genau deshalb schadet es nur, wenn man sich mit Beinen, Rumpf und Schultern zu sehr anstrengt. Dann leidet nämlich auch die ZEITLICH-RÄUMLICHE Abstimmung, das sogenannte Timing.
Alle guten Golfer beherrschen diese Vorgänge, ohne es je bewusst gelernt zu haben. Und deshalb fällt es ihnen so schwer zu erkennen und zu verstehen, dass alle schlechten Golfer genau hier versagen, solange man es ihnen nicht gezielt und gekonnt beibringt. Kein Mensch auf der Welt hat die Chance, ein guter Golfer zu werden, ohne die richtige Abstimmung von Armdrehung und Handgelenke-Streckung zu verwirklichen. In allen anderen technischen und stilistischen Belangen ist man frei. Und tausend Varianten sind offensichtlich so tauglich wie sie jedem erlaubt sein müssen. Nur beim Timing kennt die Biomechanik kein Pardon.
Wenn man das einmal eingesehen hat, darf man nie wieder davon abrücken, auch wenn der Lernerfolg noch so hartnäckig auf sich warten lässt. Das Prinzip ist korrekt. Und wenn man scheitert, liegt¢s an der Methodik, also letztlich am Lehrer. Es gibt eine Menge sehr nützlicher Vor- und Zwischenübungen, aber sie sind weder in Worten noch in Bildern zu vermitteln. Hier daher nur zwei Kardinal-Tips:
1. Immer mit Putter und Wedge beginnen. Immer zuerst die ganz kleinen Bewegungen, die ganz kurzen Schläge. Und nur wenn es klappt, den Aufwand steigern. Und 2. Bei jedem Schlag die Handgelenke genau dann BEUGEN, wenn man sie instinktiv gerade STRECKEN will! Also: Die Handgelenke beim Ausholen nur halb beugen und sie erst ganz beugen, wenn der linke Arm mit dem Abschwung bereits halb fertig ist. Das hört sich „pervers“ an. Doch nur so entsteht der Knalleffekt.
Bei richtiger Durchführung dauert die Palmar-Streckung des rechten Handgelenkes nur 6 bis 10 einhundertstel Sekunden. Und dies beruht nicht auf einem willentlichen Befehl, sondern auf einem muskel-eigenen Reflex. Dieser wird dadurch ausgelöst, dass man den Muskel dehnt. Und dies geschieht genau dadurch, dass man das Handgelenk während des Abschwingens des linken Armes dorsal bis zum „Anschlag“ beugt. Nun endlich zum Titelthema: Wenn man das Zusammenspiel von linkem Arm und rechter Hand beherrscht, also vor allem das richtige Verhalten der rechten Hand im Verhältnis zur Armbewegung, dann kommt in der Bewegungskette als nächstes das linke Schultergelenk ins Spiel. Bevor man an irgend etwas anderem im Körper arbeitet, muss man dafür sorgen, dass hier kein Fehler gemacht wird. Und der mittelbegabte Golfer macht ihn bestimmt und sucht vergeblich nach der Ursache und der entsprechenden Korrektur.
Beim Ansprechen besteht zwischen dem linken Oberarm und Schlüsselbein ja ein Winkel von ca. 60°, der sich beim Ausholen auf weniger als 30° zuspitzt.
Beim anschließenden Abdrehen muss dieser Winkel wieder auf 60° geöffnet werden, sonst findet der Schlägerkopf nicht mehr zum Ball zurück sondern fährt (bei richtiger Drehung der Schulter) über den Ball hinweg. (Siehe Abbildung)

Bleibt also das Schultergelenk passiv bei 30° geschlossen, so entsteht nicht nur ein Kraftverlust für die Schlägerbeschleunigung, sondern es entstehen auch noch fehlerhafte Anpassungen anderer Bewegungsteile an diesen Fehler:
Die Schultern drehen nicht rund und weiter sondern links-abwärts, sodass der Rumpf zielwärts kippt. Oder der Spieler sackt in den Knien durch, um den Weg des Schlägerkopfes zu senken. Dadurch aber gelangen die Hände beim Impakt zu weit vor den Ball, der Schlägerkopf trifft den Ball hinter den Händen, also tendenziell noch offen und zu sehr in der Abwärtsbewegung; das Divot ist dann zu tief und der Ballflug zu hoch, was dann wieder mit einem zu starken Grip kompensiert wird.
All das sind Faktoren, die das Treffen des Balles negativ beeinflussen und die Kraftübertragung vom Körper auf die Hände und den Schläger beeinträchtigen.
Das Öffnen des Schulter-Arm-Winkels erfordert eine gezielte, also durchaus erlernbare Anstrengung. Wer sich nur dem natürlichen Impuls hingibt, den Schlag aus einer Ganzkörperdrehung heraus zu forcieren, der wird den Schulterwinkel schwerlich öffnen, da die zwei Bewegungen einander zuwiderlaufen. Man kann sich dagegen darauf verlassen, dass der Schultergürtel als Ganzes stets genug Rotation produzieren wird, auch wenn man sich ganz auf das Abspreizen des Armes von der Brust weg und zum Ball hin konzentriert.
Wer also mit seiner Schlagkraft nicht zufrieden ist, der wird vielleicht im linken Schultergelenk (Deltamuskel) eine neue Kraftquelle entdecken und zugleich Ballflug und Trefferquote erheblich verbessern. Man kann und sollte sich die Arbeit des Muskels jedoch zunächst einmal mit geeigneten Vorübungen bewusst machen.
Also: Verstehen, Erfühlen, Erleben, Erkenn und Genießen...
Thomas ZACHARIAS
MASSE HIN ODER HER...
Eigentlich müsste jeder Aufsatz zum Thema Anfängertechnik mit diesem Hinweis anfangen: Mehr als 90% aller Golfer sind motorisch so unbegabt, dass sie nur eine sehr vereinfachte Schlagtechnik erlernen können und sich deshalb auf das Wesentliche konzentrieren müssen.
Das Wesentliche sind die Drehbewegung des linken Armes um seine Schulter herum, das Beugen und Strecken des rechten Handgelenkes und die Koordinierung dieser drei Elemente. Der Rest des Körpers muss dabei lediglich still und ruhig im Gleichgewicht gehalten werden, wobei der Schultergürtel spontan um die Halsachse herum mit dem linken Arm mitdreht.
Nun sieht man bei den Könnern mehr oder weniger ausgeprägte Verschiebungen der Körpermasse. Und es ist eine Tatsache dass dies die Kraft des Schlages erhöhen kann; allerdings nur sehr geringfügig und nur wenn man es richtig macht. Die technische Schwierigkeit steht also zum Kraftgewinn in keinem günstigen Verhältnis.
Man muss sich beim Ausholen im richtigen Moment und im richtigen Maße nach rechts bewegen, dann im richtigen Moment, nämlich noch vor Beginn des Abschwunges wieder nach links. Und man muss diese zweite, recht energische Bewegung noch vor dem Impakt wieder abfangen und über dem Ball zur völligen Ruhe bringen.
Drei große, ja massive Bewegungsentscheidungen, die gesteuert und dosiert werden müssen und die die Motorik aller mittel- bis minderbegabten Sportler so sehr überfordern, dass ihre Treffsicherheit empfindlich darunter leidet.
Auf der Runde sind aber zuverlässig gute Schläge gefragt, nicht ab und zu ein Volltreffer und ansonsten viele elegante Fehlschläge...
Es ist also zu empfehlen, Beine und Rumpf während des Schlages tunlichst still zu halten, auch wenn es sich anders besser anfühlt und ab und zu auch ein Schlag besonders gut gelingt.
Das Motto, "So einfach wie möglich" impliziert also ein weiteres, übergeordnetes Motto, nämlich: "Das Wichtigste zuerst!"
Dazu braucht man eine technische, also methodische Prioritätenliste.
Und die lautet, wie schon eingangs erwähnt:
Beine und Rumpf still halten.
Handgelenke richtig beugen und strecken.
Linken Arm um seine Schulter drehen und dabei Schultergürtelum den Hals drehen.
Handgelenkeaktion mit Armbewegung koordinieren.
Diese 4 Aufgaben bilden zusammen über 90% des Schlages, wobei die richtige Koordination bei weitem das Wichtigste ist. Alle anderen Details sind unwesentlich, enstehen von selbst und stiften nur Verwirrung, wenn man an ihnen arbeitet. Und erst wenn das Wesentliche wirklich klappt, kann man sich mit der Steuerung beschäftigen, wobei es einen Makro- und einen Mikrobereich gibt: Die großen Wege und Ebenen sowie Stellung und Weg des Schlägers im Impaktbereich (+/- 10 cm). Jedenfalls: Masse hin und her? Lieber Nein Danke.
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Thomas ZACHARIAS
MENTALE ARBEIT
Mit den Begriffen Mentales Training und Mentale Stärke verbinden die meisten Sportler die Themen Konzentration, Motivation und den Umgang mit störenden Emotionen. Drei wichtigere Bereiche kommen zu kurz. Nämlich:
Das Technikverständnis, die Sensomotorik und die Ideomotorik.
Um eine Technik zu erlernen und zu verbessern muss der Verstand durch Information und Einsicht klarstellen, was falsch und richtig ist und warum. Er muss also physikalische Gesetze kennen, sie auf seine Vorstellung von Technik anwenden und von dem was er anstrebt überzeugt sein.
Zweitens muss das Bewusstsein die Bewegungs-Empfindungen bei richtiger und fehlerhafter Ausführung in der Praxis wahrnehmen und mit den technischen Einsichten und Absichten abgleichen. Die Selbstwahrnehmung muss also klar sein, damit das Feed-Back, also die anschließenden Korrekturen richtig sind. Man muss wissen wie es sich anfühlt, wenn man es richtig macht. Und welcher Fehler sich wie anfühlt.
Und drittens muss das Bewusstsein sich für komplizierte motorische Abläufe vereinfachte Hilfsvorstellungen zurechtlegen und benutzen, um den angestrebten Bewegungsablauf ideomotorisch zu unterstützen.
Ad 1. Über Golfschlagtechnik wird so viel falsches und richtiges gedacht und gesagt, dass Fachwelt wie Laien eher verwirrt sind. Der Verstand lebt in einem Chaos von richtigen und falschen Überzeugungen, weil die Profis zwar großartig Golf spielen können und dennoch falsche Vorstellungen von Mechanik und Technik haben, die sie an ihre Umwelt (Schüler) weiterreichen.
Ad 2. Wenn man richtige Technik-Vorstellungen hat, kann man diese heutzutage mit Videobildern vergleichen und so die richtige Selbstwahrnehmung entscheidend unterstützen und absichern.
Ad 3. Das Chaos auf der rationalen Ebene zeigt sich, wenn Profis auf die entscheidenden Technikfragen ihrer Schüler keine Anwort geben können. Und es zeigt sich in ihren gutgemeinten ideomotorischen Anweisungen, mit denen sie all ihre Schüler in den selben Misserfolg treiben. Drei davon möchte ich hier anprangern.
Locker schwingen und nicht schlagen.
Schwinge den Schläger durch den Ball hindurch.
Drehe den Körper und lasse den Schläger die Arbeit tun.
Wer es selber richtig kann, der drückt damit nur sein subjektives Empfinden aus. Und das auch nur bei einem wohl dosierten Approach. Wenn es ihm um Länge geht, bleibt keiner locker. Man zügelt nur die eigenen Kräfte, damit Technik und Präzision nicht leiden. Aber eine gewisse Grundspannung ist unverzichtbar. Es gibt unter den 200 Besten der Welt nur einen, bei dem man das nicht sehen kann: Fred COUPLES. Nur bei angemessenem Muskeltonus kann der Körper überhaupt gesteuert werden und die Kraft für lange, hohe Schläge entfalten.
Ein mittelbegabter Amateur kann locker überhaupt nichts erreichen. Er muss vielmehr seinen wild agierenden Körper still im Gleichgewicht halten, Arme und Schultern besonnen und langsam beschleunigend um die Halsachse drehen und vor allem die rechte Hand im richtigen Moment bzw. am richtigen Ort langsam beugen und hochschnell wieder strecken.
Und wenn er die richtige Handarbeit nicht beigebracht bekommen hat, so wird er mit der erzielten Schlaglänge zu Recht unzufrieden sein und sie durch immer schnelleres Drehen des Körpers und der Schultern zu Unrecht steigern wollen. Das Resultat sind gleichbleibend kurze, nur noch krummere Schläge (Pull/Slice), fette und dünne Treffer und Wirbelsäulenschäden.
Die richtige Handarbeit lernt man zudem garantiert nicht, wenn man nach der Vorstellung handelt, den Ball beim Durchschwung irgendwie zufällig mit zu nehmen.
Der Schlägerkopf wird ja nicht durch Fliehkraft, Schwerkraft oder Schwung schneller, sondern durch ein plötzliches kraftvolles Strecken des rechten Handgelenkes. Je schneller diese Streckung, desto schneller ist der Schlägerkopf, trotz gleichgebliebener Drehgeschwindigkeit der Schultern und Arme. Die Höchstgeschwindigkeit herrscht nur für wenige tausendstel Sek. Kurz davor und danach ist das Tempo empfindlich niedriger. Man muss die Bewegung also so steuern, dass das Höchsttempo genau am Ball erreicht wird.
Bei der plötzlichen Beschleunigung entsteht zudem ein ungeheurer zentrifugaler Ruck. Und wenn dieser Ruck nicht genau am Ball stattfindet, dann bewirkt auch er wieder nur fette oder dünne Schläge, Pull oder Slice und niemals saubere Treffer.
Nicht der Schläger sondern die rechte Hand macht also die Arbeit! Wenn sie aber überhaupt nicht weiß, wie sie sich schnellstmöglich und am richtigen Ort strecken kann, dann drückt sie den Schläger waagerecht am Boden entlang.
Die richtige ideomotorische Vorstellung ist daher nicht, den Ball von rechts nach links zielwärts zu dreschen, sondern von rechts oben nach links unten abwärts auf den Ball draufzuhauen. In der entscheidenden hundertstel Sekunde geht dieser Ruck durch den ganzen Körper, wodurch der Rest der Anstrengung davor und im Finish sich vergleichsweise gering anfühlt. Erst recht angesichts der verblüffenden Verbesserung des Ballfluges.
Die richtige Vision des Schlages ist also kein U sondern ein V. Wie in einem Trichter müssen alle Kräfte zum Ball hin zusammenlaufen. Alle Bewegungen bleiben eng am Körper, welcher fest am Boden und stabil dasteht, wie der Turm einer holländischen Windmühle, die sich auf ihrem Sockel passiv der Windrichtung anpasst.
Mit dieser Einstellung gleichen Beine und Rumpf die Bewegungen von Schultern, Armen und Schläger automatisch richtig aus, und der Spieler kann sich ganz auf das richtige Schleudern des Schlägers und die richtige Steuerung besinnen.
Das ist der Stoff, dem sich Mentale Arbeit widmen muss.
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Thomas ZACHARIAS
QUID LICET JOVI NON LICET BOVI
Was Zeus geziemt, ist nichts für den Ochsen. (Altrömisches Sprichwort)
Im Vergleich zu den Tourgöttern sind alle anderen Golfer Ochsen. Wer den Golfschlag im Prinzip wie im Detail fast perfekt beherrscht, der hat beim Spielen keine Probleme. Er kennt nur Aufgaben und Lösungen.
Die sterblichen Golfer haben dagegen gleich zwei:
Ihre mäßigen Mittel und ihre maßlosen Illusionen.
Von den Göttern wissen wir, dass sie vor dem Schlag den Ballflug visualisieren. Und so schwören wir darauf, bis wir die süßen Visionen mit der bitteren Wirklichkeit vermengen und verwechseln. Ständig frisieren wir unsere Erfolgsbilanzen, indem wir beim Üben einen gelungenen Schlag so hoch bewertet wie 3-9 misslungene. Auf der Runde rechnen wir dann mit einer Erfolgsquote von 1:1, wo eigentlich 1:3 bis 1:9 realistisch wären.
Und für die vielen unerwarteten Misserfolge suchen wir die Erklärung nicht in den Mängeln unserer Schlagtechnik sondern irgendwo im Kopf.
Von den Göttern glauben wir zu wissen, woran sie manchmal scheitern:
An den Nerven, an der Angst zu versagen. Und so wähnen wir uns mit ihnen an einem Tisch, denn wir kennen das Rasen der Gefühle. Das Beben in der Brust und das Schlottern der Knie vor wichtigen Schlägen. Und das Magendrehen danach, wenn sie danebengehen.
Und dann glauben wir, die Angst sei die Ursache und der Misserfolg ihre Folge. Und der Misserfolg werde zur Ursache noch schlimmerer Angst, also noch schlimmeren Scheiterns. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen und die Angst zu besiegen halten wir daher für unsere wichtigste Aufgabe. Und die Psychoprofis bestärken uns darin. Im Kopf, so sagen sie uns, mangele es den meisten an Selbstvertrauen und Gelassenheit.
Und mit positivem Denken könne man Abhilfe schaffen.
Also üben wir uns in inneren Beteuerungen:
Ich kann es. Ich fühle mich ganz sicher. Alles wird gut.
Und auf der Runde flüstern wir uns zu:
Das Fairway ist ganz breit. Es gibt nichts zu befürchten. Da ist kein Wasser. Meine Spannung ist Kraft. Meine Erregung Adrenalin.
Und wenn uns dann nach einigen unvermeidlichen Fehlversuchen ein Schlag gelingt, so halten wir es für den Erfolg unserer mentalen Mühen und nehmen dies eisern als ewig gültigen Beweis für die Richtigkeit unsereres Ansatzes.
Je entschlossener wir dabei bleiben, desto länger dauert es, bis wir bemerken, dass unsere Scores nicht besser geworden sind. Und je mehr Ausreden uns dafür einfallen, desto zögerlicher reift die Einsicht, dass das alles gar nicht funktioniert:
Ein Selbstvertrauen, das man sich einredet, ist ein Kartenhaus.
Ohne wahres Können ist es Überheblichkeit.
Und ohne wahres Wissen ist es Arroganz.
Eine Angst, die man sich ausredet, wird nur weniger bewusst und dadurch nur noch größer. Ein Geist, der Gedanken mit Gedanken bekämpf, ist mit sich selbst beschäftigt und handlungsunfähig. Und ein Körper, der mit Emotionen ringt, verspannt sich und wird motorisch gestört.
Die Mentale Stärke der Götter ist etwas ganz anderes. Sie ist nicht eingeredete Selbstsicherheit sondern gesundes Selbstbewusstsein. Und das bedeutet zu wissen, wer man ist und was man kann. Es hängt nicht davon ab, ob man kürzlich Siege zu feiern oder Niederlagen zu verkraften hatte. Ob man 5 oder 50 Wochen lang kein Tor mehr geschossen hat. Ob man diesen Gegner schon öfter oder noch nie besiegt, diese Sprunghöhe schon öfter oder noch nie bezwungen hat.
Es ist vielmehr eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten
und Chancen und die Entschlossenheit, alles was man kann zu tun, um sie zu nutzen.
Vom eigenen Können weiß man, dass es lückenhaft und flüchtig ist. Dass man es bewusst und gezielt abrufen, besser aufrufen muss. Und dass zum Erfolg auch immer etwas Hilfe von Oben gehört.
Gebete und Bekreuzigungen erübrigen aber nie den eignen Beitrag. Und dieser besteht beim Sportler aus zwei ganz irdischen Pflichten: Verstehen und Erlernen.
Im Kopf muss man wissen, wie die Technik funktioniert. Und der Körper muss die richtigen Bewegungen einstudieren. Nur das auf Wissen und Können beruhende Selbstvertrauen ist gesund und hilfreich.
Wenn ich also vor dem schmalen Fairway oder dem Wasserhindernis stehe, weiß ich dass ich scheitern kann. Aber ich weiß auch was ich tun muss, um Erfolg zu haben. Und deshalb besinne ich mich darauf, es zu tun.
Wer im Kopf Platz hat für positives Denken und einen Traum von Ballflug, der weiß nicht, woran er denken müsste, damit der Schlag tatsächlich gelingt. Der weiß nichts von den technischen Schwächen, die seine Schläge verderben, und wie er sie abstellen könnte.
Wer Platz im Kopf hat, sich Sorgen über den Erfolg zu machen, der weiß nicht, was er machen muss, um den Ball richtig zu treffen. Wer Platz im Kopf hat, seine Angst zu bekämfen, der weiß nicht, dass die Angst erst schadet, wenn man sie bekämpft.
Angst ist schon die Folge von Unterdrückung. Nämlich von Lust. Je größer der Ehrgeiz, desto größer der Schmerz bei Misserfolg. Und die Vorahnung auf diesen Schmerz hemmt die Lust und schürt erst die Angst. Anstatt aber damit zu hadern, muss ich die Lust und die Angst nutzen, um Körper und Seele wach zu rütteln.
Denn nur wenn ich hellwach bin, erkenne ich mich und meine Fehler. Und dann sehe ich, dass sie technisch bedingt sind, also Produkte meines Talentmangels oder meines technischen Unwissens, nicht meiner Angst.
Sie ist nur vor und während des Schlages das einzige was ich wahrnehme. Und deshalb gebe ich ihr an allem die Schuld.
Durch Positives Denken und hoffnungsgetragene Erfolgsprojektionen vergrößert sich also der Schmerz der Enttäuschungen und damit die Angst davor, die man doch eigentlich verringern möchte. Soll man deshalb seinen Ehrgeiz zähmen und sein Unvermögen wie ein Ochse demütig hinnehmen? Nein.
Bevor wir bescheiden unsere Grenzen anerkennen, müssen wir erst einmal so unbescheiden sein, sie erkennen zu wollen. Dazu muss man wieder so bescheiden sein, den Golfschlag richtig verstehen und ausführen zu lernen. Und das verlangt den Einsatz all unserer mentalen und corporalen Begabungen. (Mens sana in corpore sano)
Golfsport ist eine Herausforderung zur Selbstverwirklichung. Für die Götter wie für die Sterblichen. Und bei diesem Streben sind ja auch die Götter, wie man auf der Tour so tröstlich sehen kann, oft sehr menschlich.
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Thomas ZACHARIAS
DER GOLFERMUSKEL
Jeder weiß: Man muss kein Athlet sein, um einen Golfball so weit und hoch zu schlagen, dass es glücklich macht. Wenn man aber der Frage nachgeht, warum so viele Athleten so jämmerlich kurze und obendrein krumme Schläge machen, während einige schmächtige Frauen und Kinder beneidenswert weit und gerade schlagen, verirrt man sich in einem Chaos an Details. Und deren Kenntnis nützt einem gar nichts, weil für die biomechanisch richtige Schlagbewegung nur zwei Kernbewegungen entscheidend sind. Nicht die Beinarbeit, der Beckenschub, die Rumpfverwringung oder die Drehung des Schultergürtels, sondern das richtige Beugen und Strecken der rechten Hand und deren richtige Koordination mit der Pendel- Bewegung des linken Armes bilden das Geheimnis.
All die anderen Faktoren können nur das Drehen des linken Armes um die Schulterachse herum beschleunigen, nicht das Drehen des Schlägers um das linke Handgelenk herum. Der Griff des Schlägers kann je nach Athletik zwischen 20 und 36 km/h erreichen. Und solange die rechte Hand sich falsch verhält, kommt der Schlägerkopf dabei nur auf 60 bis 100 km/h.
Ein Stundenkilometer mehr Tempo am Griff kostet größte Anstrengung und bringt für den Schlägerkopf nur höchstens 2,5 Stundenkilometer mehr Tempo. Erst wenn die rechte Hand richtig zum Einsatz kommt, kann sie die vom Körper erzeugten Kräfte auf die Schläger-Bewegung übertragen. Und dann erreicht der Schlägerkopf bei gleichem Tempo des Schlägergriffes je nach Niveau 120 bis 200 km/h. Also das 5-fache des Griffes. Deshalb habe ich den Muskel, der das rechte Handgelenk streckt, Golfermuskel genannt.
Die Profis setzen die rechte Hand spontan richtig ein. Und da sie es nie anders gemacht haben, also auch niemals erlernen mussten, merken sie gar nichts davon, und können es folglich auch nicht lehren. Alle anderen (mehr als 90% der Amateure) müssen es erlernen, also beigebracht bekommen. Von alleine kommen sie nicht drauf. Sie wissen gar nicht, wie schnell sie ihre rechte Hand überhaupt strecken können, und fangen deshalb viel zu weit oben im Abschwung damit an. Dadurch wird obendrein der Widerstand des Schlägers gegen die Drehbewegung des Körpers größer, und damit die Anstrengung, die Frustration und die Wahrscheinlichkeit von krankmachenden Fehlbelastungen.
Wie man es richtig macht und erlernen kann, wird in vielen meiner Artikel beschrieben, allumfassend allerdings erst in dem Buch „DEM CHAOS EIN ENDE"
Wenn der Mensch nun muskelphysiologisch einigermaßen gleichmäßig gebaut (konstituiert) ist, so übertreffen seine Körperkräfte bei weitem die Fähigkeit der rechten Hand, diese Kräfte auf die Schlägerbewegung zu übertragen. Der Golfermuskel ist ganz klar das schwächste Glied in der Kette.
Es nützt absolut gar nichts, Beine, Rumpf und Schultern zu kräftigen oder zu schnelleren Bewegungen anzutreiben. Zuerst muss der Golfermuskel lernen, seine Arbeit richtig zu tun. Und beim Lernen und Üben wird er auch gleich nachhaltig trainiert, also gestärkt. Will man über diesen Übungseffekt hinaus Krafttraining machen, muss man folgendes beachten.
Muskeln bestehen aus tausenden von einzelnen Fasern, aber nur ein geringer Teil davon (10-30%) ist zu einer hochschnellen Kontraktion in der Lage. Und diese so genannten Schnappfasern lassen sich nur durch überschnelle Belastungen zum Wachstum und zur Vermehrung stimulieren.
Anstelle des normalen Schlägers muss deshalb ein Übungsgerät her, welches weniger träge ist, also weniger Widerstand bietet als ein normaler Schläger. Und die Übung muss einhändig erfolgen, weil es beidarmig zu langsam wäre.
Ideal ist ein Schlägerersatz, dessen Schwunggewicht auf eine sinnvolle Trainingsbelastung einstellbar ist, also z.B. die „Golferpeitsche" (Siehe auch: http://www.speedmax-golf.de)

Der Golfermuskel ist der handflächenseitige Handgelenkstrecker „musculus flexor carpi palmaris". In der Anatomie heißt er Beuger (flexor), weil man von einer gestreckten Haltung des Gelenkes ausgeht, aus welcher es zur Handfläche (palma) hin gebeugt wird (Palmarflexion). Der Muskel dient aber viel kraftvoller zur Streckung des Gelenkes aus der Rückbeugung (Dorsalflexion).
Der Muskel liegt auf der Innenseite des Unterarmes zwischen Hand und Ellbogen. Man kann ihn am besten erfühlen, wenn man die linke Hand darauf legt und dann mit dem rechten Mittelfinger schnippt oder schnalzt.
Wenn man den rechten Unterarm im Sitzen vor sich auf den Tisch legt und mit der Hand auf die Platte schlägt, kann man erleben, wie gering die Schlagkraft der rechten Hand ist, und wie man sie verdoppelt, wenn man die rechte Hand mit Hilfe der linken nach hinten beugt, dadurch den Golfermuskel dehnt, und sie dann schnappen lässt.
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An english essay
THATS HOW THE GOLF-STROKE REALLY WORKS
There is no sense to visualise the balls flight, while you even do not hit that ball with your club properly. And there is no sense to focus on that impact, while you dont even know, how to swing the club correctly. Now: Gifted golfers develop this ability without knowing. But if your talent is poor, than you just develop lots of wrong ideas and movements and so you pull and slice and top and shank and hit the ground before the ball. And all this is due to one basic technical error, which you will never find out and never correct just by trying or guessing on your own. You only can learn it right by deeper understanding.
Here comes my approach for english speaking colleagues.
The AUTHOR:
Thomas ZACHARIAS (02.01.47) studied Philosophy and Psychology before making his Diploma on Sports Science and Pedagogics.
He is a specialist on biomechanics and psychomotorics.
As a highjumper he was worlds best in 1971, german champion and record holder, olympic and european championship finalist, and is now masters world record holder (2m at 50 years).
In the 70s he was a successfull track and field coach.
In the 80s he worked as a body and mind therapist.
In 1989 he started to study the golf stroke technique.
From 1999 to 2002 he was psychological assistant to the coaches of the german golf amateur national teams.
And since 2001 he writes and teaches about biomechanics and tuition methods at the PGA of Germany.
Address:
Las Laderas 15
E 35580 Teguise
(LANZAROTE, Canary island),
hy +34 699 275 080, fx +34 928 528 700
email: golf@magic-lanzarote.net
The TREATISE:
"The result of my investigation on golf stroke mechanism and its teaching is the unbelievable fact, that nearly nobody is able to tell how it really works. And nobody knows that the failure to correctly execute just two fundamental movements is the main cause of that multitude of typical errors that 80% of the amateurs complain. So teachers try hard and honestly but majoritarily successless to correct many secondary errors instead of teaching first the few real technical basics".
They tell much about how and where but not WHAT to do.
I will introduce a simple but revolutionary understanding of the mecanism of golf club handling and of its intensive and reliable teaching.
Foto posters: Please observe acurately the difference between the good players downswing in the center and all the others, who represent more than 80% of golf amateurs. Totaly unconsciously they straighten the right wirst exactly where they should bend it. So they hit as if they never bend their wrists at all, or as if their wirsts were stiff. And so they miss nearly every stroke, be it chip or pitch, iron or wood.
Thomas ZACHARIAS
THATS HOW THE GOLF STROKE REALLY WORKS
Learning needs understanding
While you are walking or running, throwing or jumping, just while sitting there doing nothing at all, hundreds of muscles in your body are working without your conscious control. In your mind take place just a few moving intentions and a few self observations as feed back. For instance: If you want to catch a flying ball, you don¢t give moving orders to every single finger, to your stretching arms and jumping legs. You just catch the ball. So a gifted golfer plays the ball and is not aware of what his body is doing. But normal persons miss their strokes and need adequate instruction.
Now: Awareness can only focus three or four body movements per sec. And if you want to learn any kind of sporting technique like the golf stroke is, then of course you must concentrate from the beginning on the few most important parts of that technique, its main biggest and strongest elements. You can¢t learn the technique by studying a multitude of secondary, insignificant aspects of it, and even less by working the elegance of your executing style or of your finish position. All this can only come by itself and only on the condition that the most important movements are executed correctly. Therefore, first of all, you must know these essencial parts of the technical movement. Then you must be clear about the fact, that every little error in your execution must be corrected beginning from these essentials. Otherwise: the essentials keep wrong and the corrections will be even wronger.
Now: A profound biomechanic analysis tells, which parts of the golf stroke are the most important. There are clear technical priorities. But worldwide teachers and even famous gurus, fettered to tradition and unconscious of their own basic abilities, ignore or neglect them obstinatly. And these priorities are, that 20% of the entire technical importance go to the correct rotation of the left arm and shoulder, 30% go to correct bending and straightening the right wrist and 40% go to the correct coordination of these two elements. The remaining 10% are body work, distributed on shoulder twisting, pelvis shifting and legs action. And these secondary movements will rise spontanously right, whithout any mind effort, if only left arm and shoulder and right hand are working properly while your conscious intention for body and head is to keep them only quiet and in balance, just like a windmill tower.
So, while you dont know,
* how to bend and straighten correctly your right wrist,
* how to turn up, down and through correctly your left arm,
* how to coordinate correctly these two movements, and
* how to hold your body still meanwhile,
you will never make reliably straight, high and long strokes in your life.
Only 4% of all golfers worldwide are able to develop the correct stroking just by relying on theire talent. So if you want to become a happy golfer, not just a lucky one, you better try to understand and to adopt THE REAL BASICS.
1st UNDERSTANDIG (Power sources)
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Legs and trunk can only transmit their power to shoulders and arms. The correct hand action is what transmits that power to the golf club. All the forces of your body can only make the left arm turn through. And just with such a speed, that the top of the club in your hands will reach between 12 and 25 mph (2040 km/h). If doing this, you could hold your wirsts perfectly stiff, than the club head would reach just poor 30 to 60 mph (50100 km/h). This is pure geometry (sketch 1).
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So, if you want to give more speed to the club head (90120 mph / 150200 km/h), there is just one power source left: To bend your wrists and straighten them during the downswing. (sketch 2)
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Now: If you turn your left arm through with maximum power and speed and the ball flight result is poor, there is one only way to improve: Turn your body and arms more slowly and learn how to cock your wrists and uncock them faster and at the right place. Its just a trick! All good golfers do it. And all mediocre golfers do not. (see foto poster) But almost everybody can learn it if they only understood it.
2nd UNDERSTANDING (Wrist snapping)
You will never learn a satisfying golf stroke, be it chip, aproach or drive, as long as you are not totaly convinced of the first UNDERSTANDING: The club head speed does not increase by stronger or faster body action but only by faster hand action. It¢s all a question of know-how and do- so.
So next you should understand, how to double the straightening speed of your right hand. Therefore you need to make a little experiment. Watch your right hand and try to hit its inside with its middle finger hard enough to produce some noise. The result will be poor. Now press the tip of the middle finger strongly against the tip of the thumb and than take away the thumb suddenly. The middle finger will snap down and the noise made by its impact on the inside of your hand will be a real crack. This is due to a tension charged in the muscles by holding their contraction back. Laying your left hand on the inside of your right forearm, you can feel the muscles work while snapping. The same muscles that make your finger smack, produce the straightening of the whole wrist. And you can experiment it by laying your right forarm on your right thigh or on a table in front of you. Try first to hit down the hand with all your streingth. And than bend the hand back with your left hand and let it snap. The power and speed difference is evident. In this way you will understand that the most important task of golf stroke technique is to make the right wrist snap instead of simply straighten it by swing or raw power. And this makes the main difference between a gifted golfer and the rest of the amateur world. (see foto poster again)

3rd UNDERSTANDING (Top speed instant)
By the first two steps you understood, how a good golfer can move his body slowlyer than you and hit his 6 iron longer than your drive. It¢s just by making his strong right hand muscles snap. Even if he him self is not at all aware of it. But you, if you want to learn it, must understand it and do it consciously.
Now: The club head reaches its top speed when the right wrist gets straight. Some few degrees before and after this position the club head speed is considerably lower. And this means: You must complete the straightening of the right wrist exactly in the moment of ball impact.
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4th UNDERSTANDING
(Timing 1)
When you double the wrist straightening speed, the club covers 90° instead of only 45° around the wrists, while the left arms turn covers 45° (see sketch). And this requires that the uncocking does not begin before the left arm is 45° away from its ball impact position (near to vertical). Only this way the club head hits the ball at its highest speed, i.e. when the right wrist is straight. Every little inexactitude causes speed loss and ball flight errors.
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5th UNDERSTANDING
(Timing 2)
You have already understood, that the right hand can only snap, when the muscles are charged on tension. But during the golf stroke there is no way to hold the wrists uncocking back. Immediatly after a strong bending back the muscles will contract and straighten the wrist. Thats why necessarily the full bending back (cocking) of the right wrist must be reached immediatly before the beginning of the straightening movement.
(Please study both sketches and their differences). And this is, as already understood, when the left arm is 45° away from its impact position. And how can you manage this? Its simple to unterstand but not so easy to do.
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6th UNDERSTANDING (Timing 3)
If you want to make your right hand snap exactly on to the Ball, you must start the bending back of the wrist after the start of the left arms down swing !! All teachers say: Turn your body and let the club do its work. And this is completly wrong:
1st: The club can not work. Teachers are not aware that their right hand is doing that work they are talking of. And that work is: To bend after the start of the downswing and to straighten rapidly just shortly before the impact.
2nd: the body must not turn. It must be holding still and just make turn shoulders and left arm.
7th UNDERSTANDING (Speed fitting)
The strength of your forearm muscles is limited and so is the uncocking speed of its wrist. Hence the speed of the left arm movement must be subordinated to that uncocking speed limit. Otherwise the right hand action starts before the arm has reached that decisive 45° position and will press the club rightwards to the ground instead of aimwards to the ball. So its allways better to turn arm and shoulders slowly and reach the full bending of the right wrist lower and so make it snap closer to the vertical.
8th UNDERSTANDING (centrifugal jerk)
The faster the club head moves, the stronger and shorter acts the centrifugal force, tuging the hands and the club head towards the ground with a jerk of 30 to 40 kg. So, if top speed is reached even shortly before impact, it is inevitable to hit the divot before the ball, or to top it. (see sketch)
9th UNDERSTANDING (left shoulder angle)
During the back swing the angle between breast and left arm naturaly diminishes, and during the downswing it should get back to open. This needs a moving decision and a muskle effort, because the straightening of the right wirst and the acceleration of the club creates a physical break reaction on the arms turning. If the player neglects this, he will miss his impact position and the club face can not find back to the ball. This is one more reason for bad and weak strokes and for exagerated pivoting effort of the whole body.
More UNDERSTANDINGS for TEACHERS (and their clients)
If you consider the golf stroke basically as a pivoting of the whole body, you will teach a club movement from outside in, i.e. pull and slice, because every body will turn slowly and just a few backwards and than turn rapidly and much more forward. If you ignore that the club head speed is mainly caused by rapid uncocking wrists, then you teach rapid body and shoulder rotations and strong pelvis and leg work. So the hand action will be wrong and poor and the result is disastrous for the ball impact and for physical and psychic health.
If you instruct the body instead of the hands, your clients will not learn to open their left shoulder angle nor to transmit the power of shoulder twist and arm turn on to the club movement and never will hit as high and far as they realy could do.
If you allow your clients to straighten their right wrist before or just with the beginning of the downswing, this straightening will be not only slow but at the wrong place, i.e. not where the left arm points to the ball but where it points 1 or 2 foot before the ball towards the ground. And than the power of the right hand and the centrifugal jerk will not bring the club towards the ball but towards the ground before it, even when just chipping.
If they try to avoid this catastrophe they lift their shoulers and bend their elbows, or straighten their knees and stand up on their toes, losing all their strength, speed and balance and will top the ball. Or they lean the upper body to the left side to loos loft and to miss the vertical position of the left arm. And by all these aberrations it¢s absolutely impossible to hit the ball clean, from up to down and from in to out. No straight ball flight or draw will ever be achievable.
But more errors are caused by the right hands too early action, since it pushes the club head outwards, i.e. away from the body for socket impact. And trying to avoid it, your client will act with even more pressure on the club which makes the error worse and will bring it once more from outside in for a pull or slice or toe miss. And even small timing errors cause wrong impact positions of the club head, which you can never correct by body movements. All these errors will happen when chipping, pitching, approaching or driving. And none of them are correctable while the whole body rotates and the right wrist bends wrong and straightens slowly and at the wrong place.
THE BEST TEACHING AND LEARNING WAY
90% of all golf amateurs are more or less ungifted. They need well sighted instruction. And this is to exercise separately the basics of the stroke, i.e. hand action, arm and shoulder turning and than the correct coordination of the two. The principles of teaching methodology must be applied to that process. And no ball should be hit before the basic movement is assimilated.
From the beginning golfers must learn to keep the body perfectly still while swinging. And they must learn how it feels to turn arms and shoulders slowly, to bend and straighten the wrists in a rapid snatchy way and to produce a strong jerk towards the ball.
This feeling for a beginner is not agreeable at all, mainly in the hands, but any ambitious golfer has to get used to it and learn to feel comfortable with it by numberless repetitions.
And still then the intention and the will to make the ball fly high and far brings the right hand unconsciously to overtake the action and to force the stroke by straightening the wrist where it should be bended. And when the hand action is poor and wrong, the body tends to force its rotation and the whole trial is spoiled. So at the beginning of stroke training stand numerous chips and piches and than the task is to manage irons and woods just like if they where wedges.
Hence: If you understand, start changing your habits right today. It's teachers duty and golf amateurs only real chance to improve.
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